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02.07.2021
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R-Cycle gewinnt Deutschen Award für Nachhaltigkeitsprojekte 2021

R-Cycle – der digitale Produktpass für nachhaltige Kunststoffe – wurde mit dem Deutschen Award für Nachhaltigkeitsprojekte 2021 in der Kategorie „Verpackung“ ausgezeichnet.

Der Award wird vom Deutschen Institut für Service-Qualität, dem Nachrichtensender ntv und DUP UNTERNEHMER (Deutsche Unternehmer Plattform für Digitalisierung und Nachhaltigkeit) verliehen. Schirmherrin des Awards ist Brigitte Zypries, Bundesministerin a.D.

Kunststoffverpackungen sind aus unserem heutigen Alltag nicht mehr wegzudenken und häufig alternativlos – wie beispielsweise in der Medizintechnik oder bei der Verpackung verderblicher Lebensmittel. Die Probleme, die mit dem steigenden weltweiten Bedarf nach Kunststoffverpackungen einhergehen, sind jedoch unübersehbar und verschärfen sich zunehmend. So werden selbst im „Recycling-Land“ Deutschland nur etwa sechs Prozent der Kunststoffe aus dem Hausmüll für gleichwertige neue Produkte wiederverwertet. Der größte Anteil von über 65 Prozent wird in Müllverbrennungsanlagen thermisch verwertet *.

Eine Ursache für die geringe Recyclingquote ist, dass die Zusammensetzung von Kunststoffverpackungen im Recyclingprozess heutzutage kaum erkennbar ist. Mit einem digitalen Produktpass zu jeder Kunststoffverpackung, der diese Informationen ausweist, kann die Sortierung verbessert werden. R-Cycle ist ein solcher digitale Produktpass, der auf einem offenen Standard basiert und über spezielle Markierungen maschinell ausgelesen werden kann. R-Cycle erfasst alle recyclingrelevanten Eigenschaften automatisch während der Produktion einer Verpackung und leitet sie durch die Wertschöpfungskette. So können Abfallsortieranlagen verwertbare Verpackungen identifizieren und recyclingfähige Fraktionen bilden. Dies ist die Grundlage für die Gewinnung reiner und somit hochwertiger Rezyklate zum Aufbau einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft.



„Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung. Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind zwei Megatrends die wir mit R-Cycle nutzbringend verknüpfen. Der Einsatz eines digitalen Produktpasses, wie auch die Europäische Union ihn fordert, bietet enormes Potenzial zur Erhöhung der Recyclingquote von Kunststoffverpackungen.“

Dr. Benedikt Brenken
Direktor der R-Cycle Initiative

R-Cycle wird von führenden Unternehmen und Organisationen entlang des gesamten Lebenszyklus von Kunststoffverpackungen zur Marktreife entwickelt. Neben der Verbesserung der Produktnachhaltigkeit steigern Hersteller durch den Einsatz eines digitalen Produktpasses zudem ihre Prozesseffizienz und Produktqualität. Präzise Informationen über die Ausgangsmaterialien beschleunigen die Produktion, während die Erfassung der eigenen Produkteigenschaften einen Mehrwert für die Kunden im nachgelagerten Prozess darstellt.

*Conversio Studie 2017 (Stoffstromdiagramm Kunststoffe in Deutschland) / Plastikatlas Heinrich Böll Stiftung


Über R-Cycle

R-Cycle ist eine unternehmensübergreifende Initiative zur Entwicklung eines offenen und global anwendbaren Rückverfolgungsstandards für nachhaltige Kunststoffverpackungen. Ziel ist, durch die Bereitstellung eines digitalen Produktpasses recyclingrelevante Verpackungseigenschaften während der Produktion automatisch zu erfassen und durch die Wertschöpfungskette weiterzuleiten. Über spezielle Markierungen können verwertbare Verpackungen im Recyclingprozess dann identifiziert und sortenreinen Fraktionen zugeführt werden. Das ist der Schlüssel zur Gewinnung hochwertiger Rezyklate, um den Kreislauf zu schließen.


Das R-Cycle Konsortium

ARBURG, BRÜCKNER MASCHINENBAU, COMEXI, EREMA GROUP, GS1 GERMANY, Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV), KAMPF, KAUTEX MASCHINENBAU, MULTIVAC, PRODATA, REIFENHÄUSER GROUP, STEINERT

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Dr. Benedikt Brenken, Direktor der R-Cycle Initiative, nimmt den Award stellvertretend für das gesamte Konsortium entgegen.

Mit R-Cycle erfassen Produktionsmaschinen recyclingrelevante Eigenschaften automatisch in einem digitalen Produktpass, leiten ihn durch die Wertschöpfungskette und machen ihn über eine entsprechende Markierung auf der Verpackung im Recyclingprozess abrufbar.

Fotos: R-Cycle