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02.09.2026
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Kein Hype, sondern bewährte Praxis: Doppelschnecken-Extrusion für Cast-PP-Folien

Technologie
Flachfolien-Anlagen
verarbeitet Rezyklat
Doppelschneckenextruder

Bei der Produktion von Cast-PET-Folien sind Doppelschneckenextruder längst Standard – bekannt, bewährt, unverzichtbar. Weniger bekannt ist: Auch die Cast-PP-Produktion (CPP) profitiert von dieser Technologie – durch mehr Effizienz und Nachhaltigkeit.

Dabei ermöglicht die Doppelschneckenextrusion Schmelzeleistungen von bis zu 3.000 kg/h und wird im CPP-Bereich bereits seit 1999 erfolgreich eingesetzt. Trotzdem kennen nur wenige Produzenten ihre Möglichkeiten und Vorteile. Ein genauer Blick lohnt sich.

Folienhersteller stehen unter Druck: Während der Ruf nach mehr Rezyklateinsatz lauter wird, sinkt oft die Effizienz der Anlagen. Wer minderwertiges Material oder hohe Recyclinganteile verarbeiten muss, stößt mit herkömmlichen Einschneckenextrudern schnell an Grenzen. Ab einer Rezyklatquote von rund 25 Prozent

  • wird der Prozess instabil,
  • steigt die Anzahl an Gels (Stippen) in der Folie
  • und die Schmelzequalität sinkt, sodass die Weiterverarbeitung unmöglich wird.

Die Reifenhäuser Doppelschneckentechnologie löst all diese Herausforderungen bei der Verarbeitung von Post-Industrial-Rezyklat in der PP-Flachfolienproduktion auf einen Schlag. 

„Mit unseren Doppelschneckenextrudern und den darauf optimierten Gesamtanlagen haben wir die Direktextrusion und Inline-Compoundierung bereits vor Jahren auf ein neues Level gehoben“, erklärt Mark Schuster, Head of Product Management bei Reifenhäuser Cast Sheet Coating.

Die Vorteile der Reifenhäuser Doppelschnecken-Technologie für die CPP-Produktion:

  • Durchsatz erhöhen: Schmelzeleistung von bis zu 3.000 kg/h.
  • Bis zu 50 % PP-Mahlgut-Verarbeitung: Randstreifen und Mahlgut von Ausschussrollen können direkt als Fluff (geschredderte Folie) verarbeitet werden.
  • Rund 50 % weniger Energieverbrauch: Die effiziente Scher- und Mischwirkung sowie der Wegfall der energieintensiven Regranulierung senken die Betriebskosten massiv.
  • Wechselzeiten minimieren: Schnelle Nettobreitenwechsel ohne Deckling – breitere Randstreifen können mit dem Doppelschneckenextruder direkt verarbeitet werden.
  • Materialkosten senken: Direkte Compoundierung mit anspruchsvollem mineralischen Füllstoff möglich.

Reifenhäuser hat das Prinzip der Doppelschnecke in jahrelanger Entwicklung konsequent perfektioniert. Durch die exzellente Mischwirkung der gleichlaufenden Doppelschnecke wird die Schmelze direkt im Prozess unter exakt definierten und reproduzierbaren Parametern gereinigt. Das macht die Technologie auch für alle interessant, die zusätzlich BOPP-Anlagen betreiben – sie können ihr selbst produziertes BOPP-PIR direkt in den Stoffkreislauf zurückführen und zu neuer Cast-PP-Folie verarbeiten.

Sie interessieren sich für Doppelschnecken-Technologie für die CPP-Produktion? 

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